Kardinal Farrell: ein konkreter Vorschlag, wie man „Hauskirche“ sein kann
Gestern rief mich mein Freund Géza aus Budapest an. Wir sprachen vor allem darüber, wie wir diese Zeit zu Hause mit unseren Angehörigen erleben. In einem Augenblick sagte mir Géza, sie seien glücklich, weil sie in der Isolation, in der wir uns unversehens wiederfinden, ein eigenes Haus haben, in den Garten hinausgehen und spazieren können und so fort.
Dann fügte er hinzu:„Wir wussten bis jetzt gar nicht, wie reich wir sind. Wir sind fünf im Haus. Das Haus haben wir in ein Zuhause verwandelt, in eine Kirche, ein Büro, eine Werkstatt, einen Spielplatz…Das Haus hat plötzlich Dimensionen bekommen, die wir bis jetzt nicht kannten. Wir fühlen uns wirklich bereichert, besonders was unsere Beziehungen zueinander betrifft.“
Géza hat ausgesprochen, was Kardinal Farrell, der Präfekt des Dikasteriums für die Laien, die Familie und das Leben, in seinem vor drei Tagen im Osservatore Romano veröffentlichten Brief geschrieben hat. Der Kardinal führt uns vor Augen, welchen verborgenen Schatz wir haben und welch verborgener Schatz wir als Familie sind. Wir bringen Teile des Briefes.
- Mladen Klanac
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