Das zeichnet eine wahre Mutter aus: ihre Kinder für den Himmel zu lehren und zu erziehen
Etwas Neues über Mutter Teresa zu schreiben, ist schlicht unmöglich!
Die Größe und Heiligkeit ihres Lebens hat viele dazu bewogen, ihr Leben zu erforschen und sich mit ihm zu beschäftigen. Darum erlaubt mir, ein wenig von dem zu schreiben, was ich kenne, und ein wenig von meiner persönlichen Erfahrung mit der Verehrung der hl. Mutter Teresa.
Obwohl ich selbst Mutter vieler Kinder bin, möchte ich über das Thema der Mutterschaft nachdenken - über ihr Beispiel und über meine eigene Erfahrung.
Mutter - ein Wort, das die meisten Bedeutungen in sich trägt: Glück, Milde, Zärtlichkeit, Liebe, Fürsorge, Hilfe. Anders als wir leiblichen Mütter stellt unsere Mutter Teresa die Mutterschaft in einem viel tieferen Sinn dar - sie ist eine geistliche Mutter. Sie, die das Wort „MICH DÜRSTET!“ von unserem Erlöser gehört hat. So sah unsere Mutter Teresa in allen ihr eigenes, das heißt Gottes Kind. Ihre Schwestern ermutigte sie so: „Sagt zu Jesus: „Ich werde diejenige sein“. Ich werde Ihn trösten, ermutigen und lieben…Bleibt bei Jesus. Er betete und betete und ging dann Trost suchen, aber er fand ihn nicht…Immer wieder schreibe ich diesen Satz: „Ich suchte Tröster, aber ich fand sie nicht.“ Dann schreibe ich: „Sei du es.“ Und nun seid ihr dieser Mensch. Bemüht euch, jene zu sein, die mit Ihm teilen, die Ihn ermutigen, die Ihn trösten. Bitten wir die Muttergottes, dass sie uns zu verstehen helfe. Sei du es…Sei du es, die den Durst stillt. Statt zu sagen: Mich dürstet, sage: sei du es…tu alles, wovon du glaubst, dass Gott es von dir verlangt, damit du diejenige bist, die Seinen Durst stillt.
Wie sie sagte: „Mit dem, was ich tue, gehöre ich der ganzen Welt, aber mein Herz gehört ganz und gar Jesus.“ Ihr besonderer Wunsch war es, ihren Dienst „für die Einheit und das Glück des Familienlebens zu weihen, für die unzähligen zerstörten Familien in Indien und überall in der Welt. Gerade damit Jesus jene traurigen Häuser in frohe verwandle – damit wir Jesus in ihre dunklen Häuser hineintragen – will der Herr, dass ich und die Schwestern unser Leben als Opfer für die Häuser hingeben. Durch unsere Armut, unsere Arbeit und unseren Eifer werden wir in jedes Haus eintreten…und die Herzen der Menschen erreichen – in welchem Land wir uns auch befinden. Und wenn nur eine einzige Familie – wenn nur ein einziges unglückliches Kind durch die Liebe Jesu glücklich wird, sagt mir, wird es dann nicht wert sein, dass wir alle dafür alles geben – und all Eure Mühe?“
Ich persönlich verehre die Gestalt und die Heiligkeit von Mutter Teresa sehr. Der Blick auf ihre Gestalt ist das reine Abbild unseres Christus. Ihre Einfachheit und die Weisheit von oben, durchdrungen vom Wirken des Heiligen Geistes, können niemanden gleichgültig lassen. Sie ist ein mutiges Beispiel, das uns zur Heiligkeit anspornt. Das zeichnet eine wahre Mutter gegenüber ihren Kindern aus: sie zu lehren und für den Himmel zu erziehen.
Für Mutter Teresa gab es keine unmögliche Lage. Sie ließ nie von ihrem Ziel und ihrer Sendung ab, den Durst ihres Jesus zu stillen. Ihre Sendung war es, „ihren Kindern“ jene Liebe zu schenken, die Er, der Gekreuzigte, vom Kreuz herab gibt. Sie beugte sich zu den Schmerzensreichsten, den Ärmsten, den Verstoßensten hinab und sah in ihnen das Antlitz Jesu.
Viele, die sie persönlich kannten, sagen, sie habe ausgestrahlt, doch sie war ganz vom Gebet erfüllt. Mutter Teresa war eine „Kontemplative in der Welt“. Im Gebet empfing sie Kraft und Unerschütterlichkeit, Glut, Mut, Geduld und Milde. In einem Brief verrät sie eine der Weisen, auf die sie während der langen Jahre undurchdringlicher Finsternis betete: „Während der Anbetung treten mir oft die Gesichter der Menschen vor Augen, denen ich begegnet bin, und ich gedenke ihrer vor Jesus. – Tut für mich, was ich für Euch tue – gedenkt meines Gesichtes vor Jesus.“ Das ist alles, was wir Mütter brauchen: so viel wie möglich in der Gegenwart Gottes zu sein. Mutter Teresa spornt uns an: „Seien wir die verlängerten Hände des Himmels“.
Auf dem Weg von Mutter Teresa gab es viele menschliche Hindernisse, an denen viele erlahmt wären. Fester Glaube und Einfachheit sowie eine große Verehrung der Mutter Maria wirkten Wunder in unmöglichen Lagen und in den Herzen. Bei solchen Gelegenheiten zeigte sich Gottes Vorsehung und Fürsorge. Die Muttergottes ist die unverzichtbare Gefährtin, und der Rosenkranz ist ein einfaches, aber starkes Mittel, um in der Einheit mit ihr zu leben: „Man hat uns gelehrt, den Rosenkranz mit großer Andacht zu lieben und zu beten; bleiben wir vor allem dieser unserer ersten Liebe treu – denn sie wird uns unserer Himmlischen Mutter näherbringen. Unsere Regel verlangt von uns, niemals in die Elendsviertel zu gehen, ohne zuvor das Lob der Mutter gebetet zu haben; deshalb müssen wir den Rosenkranz auf den Straßen und in den dunklen Löchern der Elendsviertel beten. Haltet euch an den Rosenkranz, wie sich die Kletterpflanze an den Baum klammert – denn ohne die Muttergottes können wir nicht bestehen.“ Maria, die „alle diese Erinnerungen sorgsam in ihrem Herzen bewahrte“, war ihr Vorbild. Genau wie im Fall Marias hoffte sie, dass Gott zu seiner Zeit und auf seine Weise eingreifen werde.
Besonders pflegte sie die Verehrung der „wundertätigen Medaille“. Diese verschenkte sie beständig und bei jeder Gelegenheit ohne Scheu, sogar an Menschen anderer religiöser Überzeugung. So hat sie uns gelehrt, wie wir die Mutter an der Hand nehmen, damit sie uns zum Sohn führt; dann wird auch das Unmögliche möglich.
Meine Familie hat eine lebendige Erfahrung mit der Fürsprache von Mutter Teresa. Durch das an die Heilige gerichtete Gebet wurde unsere unmögliche Lage zur Ehre Gottes gewendet. Die materielle Lage und die Lebensumstände waren für uns nie ein Hindernis, offen für das Leben und für die Geburt von Kindern zu sein. Die Schwangerschaft mit dem sechsten Kind bewog uns, nach einer größeren Wohnung zu suchen. Durch das flehende Gebet zum Himmel und durch die Fürsprache von Mutter Teresa hat Gott gnädig für den Kauf eines Hauses gesorgt. Was für ein „Zufall“ kann es sein, dass wir am 4. 9. 2016 in dieses Haus eingezogen sind, an dem Tag, an dem unsere Mutter Teresa im Vatikan heiliggesprochen wurde.
Die „Sturmnovene“ haben wir oft gebetet und wurden erhört und in vielen Augenblicken der Ungewissheit des Lebens ermutigt. Zu Ehren von Mutter Teresa trägt unser siebtes Kind, das am Vorabend ihres Gedenktages geboren wurde, den Namen Terezija. Wir sind zutiefst überzeugt, dass unsere Fürsprecherin, die heilige Mutter Teresa, unsere Familie sorgsam und mütterlich führt und für sie sorgt.
- Mladen Klanac
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