In der Hoffnung ist Leben ohne Grenzen - der Ort, an dem Träume entstehen
Wenn Sie zu den vielen Menschen gehören, die sich täglich abmühen, dann bedenken Sie: Auch mich haben meine Mühen zu dem Sinn meines Lebens geführt, der auf mich wartete.
Und dieser Sinn lag weit, weit über allem, was ich mir hätte vorstellen können.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie all die Freude und all die Erfüllung erfahren, die Er für Sie bestimmt hat.
Ich beginne diese Geschichte, weil der Mensch, über den ich schreiben werde, in der Zeit meiner überstandenen Krise großen Einfluss auf mein Leben hatte. Die Mitte von allem ist in Wahrheit die große Liebe Christi, die Er zu jedem Menschen auf seine Weise hat.
Nick Vujičić wurde 1982 in Australien als erstes Kind der Familie geboren, doch er erblickte die Welt ohne Arme und Beine, ohne jede medizinische Erklärung. Bei der Geburt gerieten sein Vater und seine Mutter in eine große Krise, so sehr, dass die Mutter ihn in den ersten vier Monaten seines Lebens weder halten noch stillen wollte. Sie brauchten viel Zeit, um Gott zu glauben, dass Er sich nicht geirrt hatte. Nach Nick zogen sie noch zwei Kinder groß, die vollkommen gesund zur Welt kamen.
Im Laufe der Zeit schenkte Gott ihnen Glauben und Hoffnung auf eine Zukunft für ihren Sohn: „Sie trauerten, und dann entschieden sie sich, ihren behinderten Sohn dazu zu erziehen, so „normal“ zu sein, wie es nur möglich ist. Meine Eltern sind unerschütterlich gläubige Menschen, und so waren sie überzeugt, dass Gott ihnen einen solchen Sohn gewiss aus einem Grund gegeben hatte“.
Doch im Lauf der Jahre, während seiner Kindheit, begegneten Nick viele Demütigungen, Ablehnung und ein zerbrechliches Selbstvertrauen. Man quälte ihn, er war depressiv und beständig einsam und fragte sich Tag für Tag, warum er anders sei als die anderen und warum Gott ihm nicht gegeben habe, was alle anderen haben. In der Schulzeit musste er sich vor den anderen Kindern verstecken, damit sie ihn nicht auslachten und hänselten. Alle um ihn herum fühlten sich unbehaglich und verwirrt, weil er auf den ersten Blick keinem Menschen glich. Mit acht Jahren versuchte er, sich das Leben zu nehmen; er wollte in der mit Wasser gefüllten Badewanne ertrinken, konnte es aber nicht, weil ihm seine Eltern leid taten, die ihn lieben.
Er selbst sagt, er hätte Gott dankbar sein sollen für das, was er hat, statt zornig zu sein über das, was er nicht hat: „Das Leben ist in diesem Augenblick vielleicht grausam zu dir. Vielleicht fragst du dich, ob deine Lage sich bessern wird. Ich versichere dir: Du kannst dir das Gute gar nicht vorstellen, das auf dich wartet, wenn du nicht aufgibst. Bleib auf deinen Traum ausgerichtet. Tu, was immer nötig ist, um im Spiel zu bleiben. Du hast die Kraft, deine eigenen Umstände zu verändern. Geh dem nach, was du willst“.
Seine Mutter sagte ihm unablässig, dass Gott ihn gebrauchen und große Dinge mit ihm tun werde. Weil er ihr und Gott in dieser ganzen Geschichte glaubte, überließ er es Gott, sein Leben zu führen. Bald begriff er, dass das Leben keinen Sinn hat, wenn ein Mensch äußerlich unversehrt, innerlich aber zerbrochen ist. Sein Leben übergab er ganz und gar Christus, als er jene Stelle des Lukasevangeliums las, in der von einem Mann die Rede ist, der von Geburt an blind war. In jenem Augenblick fragen sie Jesus: „Warum ist dieser blind?“, und Er antwortet ihnen: „Damit die Werke Gottes an ihm offenbar werden“. Als Nick diesen Abschnitt gelesen hatte, glaubte er Gott vollkommen, dass Er einen gewaltigen Plan mit ihm hat.
Indem er sich so dem Schöpfer aller Dinge überließ, begann sein Leben sich in etwas zu verwandeln, das er sich niemals hätte vorstellen können. Er begriff, dass er ein geliebtes Kind Gottes ist, dass ihm seine Sünden vergeben sind und dass er eine große Sendung hat: „Ein Leben ohne Sinn ist ein Leben ohne Hoffnung. Ein Leben ohne Hoffnung ist ein Leben ohne Glauben. Wenn du einen Weg findest, deinen Beitrag zu geben, wirst du deinen Sinn finden, und Hoffnung und Glaube kommen dann von selbst und begleiten dich in die Zukunft“.
Schon mit 19 Jahren begann er, in der ganzen Welt Seminare darüber zu halten, wie Jesus ihn ins Leben zurückgeholt und ihm Sinn gegeben hat. Viele weinen regelmäßig, wenn sie ihm zuhören, und in ihnen erwacht Dankbarkeit gegenüber Gott für alles, was Er ihnen im Leben geschenkt hat. Inzwischen hat er zwei Studiengänge abgeschlossen, mehrere Schulen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen gegründet, Waisenhäuser gebaut und viele junge Menschen ermutigt, die kurz vor dem Selbstmord standen. Er besitzt eine Firma für die Produktion von Motivationsvorträgen, gibt Bücher heraus, schwimmt, surft, angelt, springt mit dem Fallschirm: „ Den eigenen Sinn zu entdecken ist entscheidend. Ich versichere dir: Du hast etwas zu geben. Vielleicht siehst du es jetzt nicht, aber wäre es nicht so, dann wärst du nicht auf dieser Welt. Ich weiß mit Gewissheit, dass Gott keine Fehler macht, aber Wunder wirkt. Ich bin eines davon. Du bist es auch. Ich weiß mit Gewissheit, dass Wunder geschehen, aber nur denen, die in der Hoffnung ausharren. Was ist Hoffnung? Sie ist der Ort, an dem Träume entstehen. Meine Hoffnung reicht weiter als unser irdisches Leben. Die höchste Hoffnung ist im Himmel.“
Gott hat ihm eine wunderbare Frau geschickt, die ihn liebt, und mit ihr hat er bis jetzt vier Kinder. Durch sein Zeugnis haben sich mehrere Hunderttausend Menschen bekehrt und sind zur Erkenntnis der Liebe Christi gelangt – und das alles ohne Gliedmaßen! Das will uns zeigen, wie Gott in unserer Schwachheit verherrlicht wird und dass das Leben eines jeden einen Sinn hat: „Wenn du Mitgefühl brauchst, dann schenke es. Wenn du Freundschaft brauchst, dann sei ein Freund.“
Zum Schluss enden wir mit den Worten Nicks: „Gott liebt dich, Er hat deinen Schmerz nicht vergessen, Er hat deine Familie nicht vergessen, und vielleicht vergleichst du beim Lesen dieses Artikels dein Leid mit meinem. Doch das ist nicht wichtig, denn Gott sagt dir: Dein Leid ist nichts im Vergleich zu der künftigen Herrlichkeit und Freude, die auf dich wartet, wenn du an Jesus Christus glaubst, der dich schon liebte, als du noch ein Sünder warst, und für dich am Kreuz gestorben ist. Vergesst niemals, dass Gott euch niemals aufgibt. Geht weiter voran, denn das Handeln erzeugt Schwung, und der Schwung gebiert unerwartete Möglichkeiten.“
Nur Mut!! Christus wartet darauf, dass du dich bei Ihm meldest, denn Er will Wunderbares in deinem Leben tun!!
- Mladen Klanac
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