Unbeschreiblich ist meine Freude, Priester zu sein
Die Liebe zu den Gläubigen ist die beste Methode
Mons. Ivan Mustać
Primizspruch: „Befiehl dem Herrn deine Wege, vertrau auf ihn, und er wird alles führen“ (Ps 37,5)
Don Ivan ist ein Mensch, der väterlich für mich gesorgt hat – einerseits in der Erziehung bisweilen streng, andererseits voller Liebe, durch die ich Gott sehen konnte, der mich liebt. Mein Bild von der Kirche war don Ivan, durch den sich mir Gott als guter Vater und Jesus Christus als guter Hirt gezeigt hat.
Šime Ćurko
Die Persönlichkeit von Mons. Ivan Mustać hat Ines Grbić knapp beschrieben: „Mons. Ivan Mustać oder einfach don Ivica war ein charismatischer Mensch, der, wo immer er war, Spuren hinterließ und sich ohne Vorbehalt hingab. Er war den Menschen so ans Herz gewachsen, dass wir ihn als einen von uns empfanden; vielen war er wie ein Familienmitglied. Seine Menschlichkeit war ursprünglich, echt, gesund. Befreiend und bereichernd, sodass sein Durchgang durch dein Leben es tiefer, edler und schöner gemacht hat. Gelassen, natürlich, ungespielt. Ein vertrauter Mensch, dem du dich anvertrauen kannst und der dich verstehen kann. Sein Priestertum war ohne Komplexe, im Sich-Verschenken, im Ankommen bei der ihm anvertrauten Seele oder bei jener, die vor ihm als Priester steht. Er war die Verbindung von Idee und deren Verwirklichung. Visionär und Realist. Nichts überließ er dem Zufall und dem Ungefähren – ein Praktiker, ein Umsetzer, ein Macher, so war er auch im Priestertum. Er vereinte in sich die menschliche, Gott offene und heiligende, göttliche Dimension. Durch den Strom seines dynamischen Lebens flossen die Verkündigung des Evangeliums (Kerygma), der Dienst an Gott und den Menschen (Diakonia) und die Gemeinschaft (Koinonia)“.
Don Ivica empfing das Leben durch seine Eltern Zdenko und Anka. Der Vater war Seemann, und er fehlte ihm in der Kindheit sehr. Ihn als ältestes Kind, den Bruder Mario und die Schwester Marija erzog die Mutter, die sie beständig in die Kirche mitnahm: „Während der Grundschulzeit gab es, soweit ich weiß, keinen Tag, an dem ich nicht in der heiligen Messe gewesen wäre. Die Berufung zum Priester habe ich empfangen, seit ich denken kann. Etwa seit meinem fünften Lebensjahr. Ich habe es niemandem gesagt, sondern es im Verborgenen in meinem Herzen getragen. In der siebten Klasse habe ich es dem Pfarrer gesagt“.
Im Priesterseminar Zmajević verbrachte er vier frohe Jahre, wo der damalige Rektor Mons. Ivan Prenđa für sie sorgte wie ein Vater. Die Zeit des Theologiestudiums verbrachte er am Priesterseminar in Zagreb: „Im Sommer 1976 durchlebte ich eine existenzielle Krise, eine Berufungskrise. Ich suchte damals existenziell nach Gott, ich suchte jemanden, der mir hälfe, sein Angesicht zu entdecken. Ich schrie nach einem aufrichtigen Gebet. Wie dem lebendigen Gott begegnen? Die Formung im Priesterseminar genügte mir damals nicht. In jenem Sommer ereignete sich in meinem Leben etwas Bedeutsames. Die Priester hielten nämlich im Seminar in Zadar Exerzitien. Es war kurz vor Beginn des Schuljahres. Der Leiter war Prof. Tomislav Ivančić. Obwohl ich als Seminarist kein Recht hatte, diese Exerzitien mitzuhören, hörte ich sie aus der letzten Reihe mit, wie jener Zöllner im Tempel. Bei diesen Exerzitien öffnete sich mir der Himmel. Die Erfahrung der Liebe Gottes. Im Priesterseminar bildeten wir damals eine kleine Gebetsgemeinschaft“.
Zum Priester geweiht wurde er in der Kathedrale der hl. Anastasia in Zadar am 29. Juni 1980: „Niemand auf der Welt war glücklicher als ich am Tag meiner Priesterweihe. Ein Jahr zuvor spürte ich die ganze Zeit die wunderschöne Gegenwart des Heiligen Geistes. Es war das letzte Jahr meines Aufenthalts in Zagreb. Wunderschön. Ich glaube, ich habe unablässig gebetet“. Sein Primizspruch lautet: „Befiehl dem Herrn deine Wege, vertrau auf ihn, und er wird alles führen“ (Ps 37,5)
Die Erfahrung der Evangelisationsseminare von Prof. Ivančić brachte er als junger Priester in sein Bistum: „Sogleich begann ich mit einigen Priestern, solche Seminare in unseren Pfarreien zu halten. Mich trug diese Gemeinschaft unter den Priestern, das gemeinsame Gebet. Unvergesslich waren die Seminare in Polača, Škabrnja und Galovac. Ich könnte ein Buch darüber schreiben. Darin hat uns Erzbischof Marijan Oblak unterstützt“.
Im Herbst 1980 wurde er zum Pfarrer von Polača ernannt: „ …in mir eine unbeschreibliche Freude. Ich erstickte fast vor Freude. Für mich war Polača der Vatikan. Ich lebte bescheiden, aber zufrieden. Ich gewann es lieber als mein eigenes Privlaka. Später erhielt ich die Pfarreien Pristeg und Radošinovac. Das waren die Pfarreien meiner Jugend, meines Primizeifers. Dort habe ich gelernt, dass die Liebe zu den Gläubigen die beste pastorale Methode ist. Ich konnte mich über manche Erscheinungen ärgern, ich konnte fordernd sein, aber meine Pfarrangehörigen wussten, dass ich sie unermeßlich liebe“.
Der Sonntag war für ihn der glücklichste Tag der Woche: „Da sehe ich meine Gläubigen in der Kirche. Ich verlasse die Pfarrei sonntags gern nicht, bin gern da, besuche jemanden. Mein ganzes Leben lang habe ich mich auf die Sonntagsmesse vorbereitet. Nie habe ich die heilige Messe bloß „abgearbeitet“. Prof. Duda hat mich gelehrt, dass man die Lesungen des kommenden Sonntags schon vom Montag an liest. Das habe ich regelmäßig getan. Meine Gläubigen wissen, dass ich das Predigen genieße. Da fühle ich mich am meisten als Priester. Und im Beichtstuhl. In den letzten Jahren höre ich jeden Tag Beichte, und das ist mir schön“.
Im Jahr 1982 wollte ihn Erzbischof Oblak zum Studium nach Rom schicken: „Ich habe mich dem widersetzt und bin nicht gegangen. Heute weiß ich nicht, ob ich richtig gehandelt habe. Ich denke, dass Gott durch die Oberen von uns verlangt, seinen Willen zu tun. Ich habe in jenem Augenblick Gottes Willen abgelehnt“.
1990, zu Beginn des Heimatkrieges, wurde er zum Pfarrer von Benkovac, Korlat und Raštević ernannt: „Ich bin freiwillig nach Benkovac gegangen. Ich sagte dem Koadjutor-Erzbischof Ivan Prenđa, er solle Erzbischof Oblak ausrichten, dass ich nach Benkovac gehe. Nach vielen Jahren erfuhr ich, dass Erzbischof Oblak bei dieser Nachricht geweint hat. In Benkovac blieb ich ein Jahr, denn am 6. September 1991 musste ich die Pfarrei verlassen. Die Pfarrangehörigen waren schon zuvor fortgegangen. Der schwere Krieg hatte begonnen. Auch in Benkovac war ich zufrieden. Ich erinnere mich an die Freigebigkeit dieser Menschen in jener schweren Zeit“.
Er blieb ihr Pfarrer (1990-1996) auch in der Vertreibung. Sonntagmorgens feierte er die Messe im Hotel Punta Skala, wo die Vertriebenen untergebracht waren, und nachmittags in der Pfarrkirche in Petrčani für die im Hotel Pinija untergebrachten Vertriebenen. Besonders berührte es ihn, wenn er sah, dass es den Gläubigen schwerer fiel, wenn ihre Kirche zerstört war, als wenn es das eigene Haus war. Damals leitete er auch sechs Monate lang das Lager der bischöflichen Caritas im Hafen von Gaženica, mit der er bis zum Ende seines Lebens eng verbunden blieb. Als junger Priester wurde er mehrfach zu Verhören bei der kommunistischen Miliz (der damaligen "Polizei") vorgeladen. Nach der Aktion Oluja brachte man ihm seine Polizeiakte aus Benkovac.
Der Hirtendienst in dieser feindlichen Umgebung härtete ihn ab und verband ihn eng mit diesen Menschen: „Wenn er davon sprach, welche Werke er als Priester für das Wohl der Pfarrangehörigen unternehmen wollte, wenn ich hörte, mit welch edlen Absichten und mit welcher geistigen und geistlichen Hingabe er auseinandersetzte und erklärte, was zu tun wäre, wie er Ursache und Wirkung begründete, hatte ich mehrmals das Bedürfnis, ihm zu sagen, dass er ‚naiv‘ klinge. Unschuldig. Das Maß, die Tiefe und die Weite, mit der er sich hingab, waren unvergleichlich mit dem üblichen Verständnis und Handeln von Priestern, sodass er mir bisweilen wie ein ‚romantischer‘ Priester vorkam, der sich vom Ideal des Priestertums einfach nicht entfernen konnte. Er wusste nicht, wie es aussieht, sich nicht hinzugeben. Nicht auszubrennen. Nicht für die Ehre Gottes und das Wohl der Seele das Beste zu wollen, aufopferungsvoll – damit unsere Freude vollkommen sei, wie es auch Christus will“, so bezeugt es Ines Grbić über ihn.
Im Jahr 1992 wurde er Verwalter der Pfarrei Mariä Aufnahme in den Himmel – Belafuža und Bokanjac in Zadar: „Nie hatte ich eine Pfarrei wie Belafuža. In diesen knapp zehn Jahren dort ist vieles geschehen. Belafuža ist unwiederholbar; alles, wovon ich als Priester, Pfarrer und Hirte geträumt habe, hat sich in Belafuža erfüllt. Eine solche Pfarrei ist mir nicht noch einmal begegnet und wird mir auf diese Weise auch nicht mehr begegnen. Es war eine Gnade, dass ich gerade zu jener Zeit dorthin kam, und viele Priester erleben nicht das, was ich in Belafuža erlebt habe. Ich leide gerade wegen der Erfahrung von Belafuža nicht an Frustration und Misserfolg als Priester und blicke mit Dankbarkeit gegenüber Gott auf neun Jahre Dienst in dieser Pfarrei zurück. Nie wird diese Erfahrung aus meinem Leben verlorengehen, besonders jetzt, wo ich auf den Wallfahrten die dritte Generation sehe, nämlich Kinder, die als Frucht der Arbeit und der Evangelisierung geboren wurden. Familien mit vielen Kindern zu sehen, und dann junge Menschen, die dem Ruf zum geweihten Leben gefolgt sind...“.
Von der außergewöhnlichen Liebe zu den jungen Menschen zeugt Šime Ćurko, Pfarrangehöriger der Pfarrei Belafuža, Sportjournalist aus Zadar und Vater vieler Kinder: „ Es war März 1992, ein Freitag, Kreuzweg in der Kirche in Belafuža. Damals begegnete ich Mons. Ivan Mustać zum ersten Mal. Unsere Begegnungen waren außer bei den Eucharistiefeiern häufig bei den verschiedenen Treffen der Kinder und Jugendlichen. In jenen Anfangsjahren erinnere ich mich besonders an die Religionsolympiade 1994, bei der wir den ersten Platz errangen, und unser Preis waren Eintrittskarten für einen Platz neben der Bühne beim ersten Besuch des heiligen Papstes Johannes Paul II. in Zagreb im September 1994. Don Ivan arbeitete unermüdlich an allen Fronten. Das größte Engagement verlangte der Bau der neuen Pfarrkirche, wobei ihn die Inanspruchnahme durch ein so großes Projekt nicht an zahlreichen pastoralen Aktivitäten in der Pfarrei hinderte.
Don Ivan ist ein Mensch, der väterlich für mich gesorgt hat – einerseits in der Erziehung bisweilen streng, andererseits voller Liebe, durch die ich Gott sehen konnte, der mich liebt. Mein Bild von der Kirche war don Ivan, durch den sich mir Gott als guter Vater und Jesus Christus als guter Hirt gezeigt hat.
Viele junge Menschen meiner Generation haben ihren Platz in der Pfarrei dank ihm gefunden. Wir sahen uns täglich, und ein großes Ereignis, das durch die Offenheit don Ivans für die neue Evangelisierung in mein Leben trat, waren die Katechesen des Neokatechumenalen Weges, die ich im Januar 1997 zu hören begann. Besonders erinnere ich mich an den Weltjugendtag in Paris 1997, eine von zahlreichen Wallfahrten, an denen wir teilnahmen. An don Ivan zog mich die Sorge um die Menschen an, das Verlangen nach Begegnung, nach Gespräch.
Natürlich erinnere ich mich auch an das Herumalbern, an Scherze, die uns zu Tränen lachen ließen, ebenso an die Leidenschaft für den Sport, besonders für Basketball. Ich kann nicht vergessen, wie er um 22 Uhr die Glocken läutete, nachdem Zadar in Zagreb Cibona besiegt hatte; die Fahrt nach Međugorje 1996, als er die Adresse und Hausnummer von uns allen, die wir im Bus saßen, auswendig wusste; oder wie er 2005 in Wien es ablehnte, im Bett des Pfarrhauses zu übernachten, und bei uns in Schlafsäcken auf dem Parkett blieb.
Er war bei uns im Regen und in der Sonne, bei Bora und Jugo, und auch dann, als er Generalvikar war und ihm sein Amt alle Türen öffnete. Kurz gesagt: er war einer von uns, Freund und Hirt, Vater und Bruder. Don Ivan konnte spontan reagieren; er selbst betonte, dass er dabei bisweilen übertrieb und auch fehlging; er war ein spontaner und sehr offener Mensch, der die Kirche gewaltig liebte, besonders unser Erzbistum Zadar. In der neuen Evangelisierung sah er die Grundlage der Zukunft der Kirche, was auch mich zu dieser Wirklichkeit hingezogen hat. Obwohl ich mich in den neun Jahren seines Dienstes in Belafuža auch gefühlsmäßig an ihn gebunden hatte, mischte er sich nach seinem Weggang aus der Pfarrei nie in irgendwelche Entscheidungen ein, die ihm von Amts wegen nicht zustanden. Einmal, als ich ihn etwas fragte und er nicht mehr Pfarrer von Belafuža war, antwortete er mir alles in einem einzigen Satz: „Hör auf den Pfarrer, und du wirst dich nicht irren“. Obwohl er sich sehr für die Arbeit mit Jugendlichen und Kindern einsetzte, wofür ihn die Pfarrangehörigen besonders in Erinnerung behalten, pflegte er zu sagen, dass die Welt auf den Jungen ruht, aber auf den Alten steht.
Lange schien es mir, ich kennte don Ivan gut, und dann führten wir im Mai 2018 ein großes Gespräch für ein Buch, das anlässlich des 50. Jubiläums der Pfarrei in Belafuža veröffentlicht wurde. Damals erfuhr ich auch mir bis dahin unbekannte Einzelheiten aus seinem Leben. Darum glaube ich, dass die Zeit das große geistliche Vermächtnis don Ivans aufdecken wird, des unermüdlichen Evangelisators, der sein Leben hingab in dem Wunsch, dass die Frohe Botschaft zu jedem Menschen gelange.
Er fand immer Zeit für jeden. „Ich habe mich davon überzeugt, dass Menschen außerhalb der Kirche sehr empfänglich für die Liebe der Kirche sind. Das sehe ich bei Begräbnissen, wo ich immer etwas den Menschen sagen möchte, die nicht in die Kirche gehen“, sagte er unlängst in einem Gespräch.
Selbst mit großem Sinn für Humor begabt, brachte er in zwischenmenschliche Situationen und persönliche Begegnungen große Freude und Heiterkeit. Er sagte, dass ihn die Gemeinschaft mit dem Bischof und den Priestern und die Bereitschaft zum Dienst an der Kirche seit der Primiz nicht verlassen habe, und betonte, die beste Methode der Arbeit im Zugehen auf die Menschen seien Liebe und Eifer. Und das war tatsächlich das große Kennzeichen don Ivans, der immer betonte: „Die Kirche ist wie eine Mutter, die auch ihre Kinder umarmt, die Schwierigkeiten haben. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Kirche Liebe für jeden Menschen hat“.
Gott hat ihm die Gedanken von Papst Johannes Paul II., den don Ivica besonders liebte, studierte und auf seinen Reisen durch die Welt verfolgte, im Hinblick auf die Pfarrei erschlossen: „Er sagte, die Pfarrei sei die Grundzelle der Kirche, aber es seien Zeiten gekommen, in denen sich die Struktur der Pfarrei ändere. Dass sie angesichts der Größe der Pfarrei, besonders in der Stadt, eigentlich eine Gemeinschaft von Gemeinschaften sei und nicht eine gesichtslose Masse, in der keiner den anderen kennt. Jeder Pfarrer ist Vater; ein Vater kann raten, niemanden kann man zu irgendetwas zwingen. Ein Vater rät uns, was das Beste für ihn ist; er kann nicht zwingen, er rät, was das Beste für das Kind ist. Wir leben in einer säkularisierten Zeit, in der die Menschen wahrhaftig suchen, denn sie suchen Gott auf ihre Weise. Die Botschaft des Evangeliums ist immer dieselbe, Jesus Christus ist immer derselbe. Aber die neue Evangelisierung setzt eine neue Weise voraus, einen neuen Eifer: zum heutigen Menschen in der Lage zu kommen, in der er lebt.
In dieser Welt muss die Kirche prophetisch sprechen. Darum geht die Kirche auf die Straße, sie geht unter die jungen Menschen, unter die Alkoholisierten, unter jene, die Drogen nehmen. Ich denke, dass diese jungen Menschen, die sich freitags an der Uferpromenade treffen, in gewisser Weise protestieren: sie protestieren gegen die Eltern, gegen die Gesellschaft und auch gegen die Kirche. Wir haben junge Leute geschickt, damit sie mit ihnen sprechen, damit sie ihnen etwas von Jesus Christus sagen, damit sie in der Kirche einen Sinn finden können. Wenn die Kirche ernsthaft über die Ehe spricht, wenn die Kirche auf die Straße geht, wenn die Kirche die konkreten Probleme von Ehe, Familie, Geburt, Erziehung, Tod und Krankheit anrührt – erst dann ist eine solche Kirche Mutter, die sich um alle ihre Kinder kümmert. Wir meinen, dass der Ort der Christen die Straße ist.
Was ist heute wichtig? Die Kirche muss dem heutigen Menschen heute die Frohe Botschaft sagen von der Liebe Gottes zu den Armen, von der Liebe Gottes zu den Sündern, dass Gott den Menschen liebt, so wie er ist, dass er den Jungen und den Alten liebt. Ein Wort zu hören, dass Jesus Christus die Sünde besiegt hat, dass er den Tod besiegt hat, dass es ein ewiges Leben gibt, dass es einen Sinn des Lebens gibt, dass kein Mensch Genuss findet, wenn er von der Sünde kostet, dass niemand Genuss findet, wenn er Böses tut, sondern dass sich der Mensch gut fühlt, wenn er Gutes tut. Was wichtiger ist als alles andere: dass die Kirche heute in der modernen Welt evangelisieren muss, verkünden muss – das ist das Allerwichtigste. Ob sich jemand einer bestimmten Bewegung anschließt oder nicht, ist zweitrangig. Das erste Ziel ist es, den erwachsenen Menschen in den Glauben einzuführen. Ob wir Christen sind, zeigt sich daran, ob die Familien dem Leben geöffnet sind. Wo die Familien dem Leben geöffnet sind, dort wird es auch Ärzte, Professoren, Ingenieure, Priester, Ordensleute und alle Arten von Berufen geben, die in der Gesellschaft nötig sind”.
Fortsetzung folgt…
- Mladen Klanac
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